über uns

Wir sind eine Arbeitsgemeinschaft für klassisch moderne Architektur, Städtebau und Design. Eine sensible Auseinandersetzung mit dem Ort und den damit verbundenen Ressourcen ist uns ebenso wichtig wie ein achtsamer Umgang mit individuellen Bedürfnissen.

Generell entwickeln wir aus Ideen Konzepte, die für alle Entwürfe massgebend sind. Gestalt und Funktion stehen bei der Planung im Vordergrund, eine strukturierte Organisation ermöglicht die effektive Umsetzung. Entscheidend für ein Projekt ist nicht die Grösse, sondern der richtige Massstab.

Wir lieben Architektur und stellen uns gerne neuen Herausforderungen, Szenografie- und Möbelprojekten widmen wir die gleiche Leidenschaft wie Um- und Neubauten. Im Team erzielen wir die besten Ergebnisse, daher kooperieren wir mit Menschen jeglicher Herkunft und Profession – dieser Austausch bereichert uns und unsere Arbeit.

Personen

FLORIAN HOFMANN Dipl.-Ing. Architekt SIA leistete nach dem Abitur 1999 seinen Zivildienst als Sozialarbeiter und sammelte anschliessend praktische Erfahrungen als Bildhauer. Von 2000 bis 2007 folgen ein Architekturstudium in Karlsruhe und Porto Alegre, einschliesslich diverser Praktika und Seminare in Albanien, den Niederlanden und Brasilien. 2005 gründet er gemeinsam mit Samuel Finkbeiner KGRUPPE. Sein erstes Projekt ist eine Strandbar aus Treibholz in Algodoal. 2007 erhält er von der Universität Karlsruhe das Architekturdiplom. Seither lebt und arbeitet er in Basel.

SAMUEL FINKBEINER Dipl.‑Ing. Architekt FH leistete nach dem Abitur 1999 seinen Zivildienst als Rettungssanitäter und sammelte anschliessend praktische Erfahrungen als Zimmermann. Von 2001 bis 2007 folgen ein Architekturstudium in Karlsruhe und Porto Alegre, einschliesslich diverser Praktika und Seminare in Spanien, Frankreich und Brasilien. 2005 gründet er gemeinsam mit Florian Hofmann KGRUPPE. Sein erstes Projekt sind Wohnmodulen für obdachlose Papeleiros in Porto Alegre. 2007 erhält er von der Hochschule Karlsruhe das Diplom in Architektur und Städtebau. Seither lebt und arbeitet er in Basel.

Zitate

„Bauen und Denken sind jeweils nach ihrer Art für das Wohnen unumgänglich. Beide sind aber auch unzulänglich für das Wohnen, solange sie abgesondert das Ihre betreiben, statt aufeinander zu hören. Dies vermögen sie, wenn beide, Bauen und Denken, dem Wohnen gehören, in ihren Grenzen bleiben und wissen, dass eines wie das andere aus der Werkstatt einer langen Erfahrung und unablässigen Übung kommt.“ – Martin Heidegger

„Architektur ist im Idealfall immer direkte Auseinandersetzung mit den Menschen.“ – Richard Meier

„Das Haus hat allen zu gefallen. Zum Unterschiede zum Kunstwerk, das niemandem zu gefallen hat. Das Kunstwerk ist eine Privatangelegenheit des Künstlers. Das Haus ist es nicht. Das Kunstwerk wird in die Welt gesetzt, ohne dass ein Bedürfnis dafür vorhanden wäre. Das Haus deckt ein Bedürfnis. Das Kunstwerk ist niemandem verantwortlich. Das Haus einem jedem. Das Kunstwerk will die Menschen aus ihrer Bequemlichkeit reissen. Das Haus hat der Bequemlichkeit zu dienen. Das Kunstwerk ist revolutionär, das Haus konservativ. Das Kunstwerk weist der Menschheit neue Wege und denkt an die Zukunft. Das Haus denkt an die Gegenwart.“ – Adolf Loos

„Bei der Betrachtung der Architektur kommt es auf die Masse, die Verhältnisse von Höhe und Breite zuerst an; was dem grossen Publikum am nächsten liegt, die Ornamentik, steht in zweiter Linie.“ – Herman Grimm

„Das Schlagwort »das Zweckmässige ist auch schön« ist nur zur Hälfte wahr. Wann nennen wir ein menschliches Gesicht schön? Die Teile eines jeden Gesichts dienen einem Zweck, aber nur wenn sie vollkommen sind in Form, Farbe und wohlausgewogener Harmonie, verdient das Gesicht den Ehrentitel »schön«. Das gleiche gilt für die Architektur. Nur vollkommene Harmonie in der technischen Zweck-Funktion sowohl wie in den Proportionen der Formen kann Schönheit hervorbringen. Und das macht unsere Aufgabe so vielseitig und kompliziert.“ – Walter Gropius

„Billiger bauen heisst noch lange nicht schlechter bauen. Architekten müssen endlich lernen, mit den Ressourcen besser umzugehen, auch mit Energie.“ – Peter P. Schweger

Definitionen

ARCHITEKTUR (von lateinisch architectura ‚Baukunst‘) bezeichnet im weitesten Sinne die handwerkliche Beschäftigung und ästhetische Auseinandersetzung des Menschen mit dem gebauten Raum. Planvolles Entwerfen, Gestalten und Konstruieren von Bauwerken ist der zentrale Inhalt der Architektur. Es gibt eine Vielzahl von Definitionen des Begriffes, die der Architektur verschiedene Aufgaben, Inhalte und Bedeutungen zuschreiben. Einige werden im Folgenden dargestellt.
Bereits Vitruv sprach von der „Mutter aller Künste“, womit sowohl die zeitliche Abfolge als auch die rangliche Einstufung der Architektur gegenüber Bildhauerei und Malerei gemeint sein kann. Im klassischen Verständnis seit Vitruvs De Architectura beruht Architektur auf den drei Prinzipien Stabilität (Firmitas), Nützlichkeit (Utilitas) und Anmut/Schönheit (Venustas). Die Architektur (und generell die gebaute Umwelt) ist in Bezug auf jede Gesellschaft bedeutsam: sie ist omnipräsent, unentrinnbar, zumeist auf Expressivität und damit auf gesellschaftliche Kommunikation angelegt. Zugleich schafft sie je konkrete, materielle Räume, in denen die sozialen Interaktionen ablaufen, umgibt unseren Körper permanent, evoziert und lenkt seine Bewegungen und Blicke. Architektur wird nicht nur visuell, sondern auch körperlich wahrgenommen; sie hat nicht nur eine Expressivität und Affektivität, sondern ist auch unser alltägliches Lebensmilieu. Sie prägt unsere Raumvorstellungen, hält Generationen und ganze verschwundene Gesellschaften präsent und macht die Subsysteme der Gesellschaft sichtbar. Als Kunst hat sie oft eine besondere Affektivität, eine Faszinationskraft. In all dem ist sie soziologisch höchst relevant; und all dies gilt für vor- und nichtmoderne (nahezu) ebenso wie für moderne Gesellschaften. Die Architektursoziologie dreht sich um diese gebaute Gestalt der Gesellschaft, um die Architektur in städtebaulichen Dimensionen bis hin zur Innenarchitektur, in historischer oder zeitgenössischer Perspektive. In einem zweiten Sinn wäre die Architektursoziologie eine Architektensoziologie: ihr geht es eher um den Beruf und das besondere Wissen des Architekten, um Architekturpolitik und Bauwirtschaft. Die Architektur ist ein komplexer Gegenstand. Entsprechend gibt es verschiedene Aspekte oder verschiedene Subdisziplinen, die sich für die Architektur interessieren; und verschiedene Denkansätze, von denen aus man die Architektur einer Gesellschaft beobachten kann.

DESIGN (deutsch ‚Gestaltung‘) bedeutet meist Entwurf oder Formgebung. Es ist ein Lehnwort aus dem Englischen, das wiederum aus dem lateinischen designare ‚(be)zeichnen‘, abgeleitet ist und in viele Sprachen Eingang gefunden hat. Design beinhaltet eine Vielzahl von Aspekten und geht über die rein äusserliche Form- und Farbgestaltung eines Objekts hinaus, vergleiche Disegno. Insbesondere umfasst Design auch die Auseinandersetzung des Designers mit der Funktion eines Objekts sowie mit dessen Interaktion mit einem Benutzer. Im Design-Prozess kann somit unter anderem Einfluss auf die Funktion, Bedienbarkeit und Lebensdauer eines Objekts genommen werden, was besonders beim Design industriell gefertigter Produkte relevant ist.

STÄDTEBAU befasst sich mit der Gestaltung von Gebäudegruppen, Siedlungen, Stadtteilen und insbesondere mit öffentlichen Räumen. Städtebau kann als Bezeichnung für die sichtbaren und gestalterischen Aspekte der Stadtplanung verstanden werden. Nach einem erweiterten Verständnis umfasst der Begriff des Städtebaues die „Gesamtheit der planenden, ordnenden und baulichen Massnahmen zur räumlichen Gestaltung in Stadt und Land, die darauf gerichtet sind, in Durchsetzung gesellschaftspolitischer Ziele die Voraussetzungen für das Zusammenleben der Menschen in einer ihnen gemässen Umwelt zu schaffen“.

SZENOGRAFIE (englisch scenography) kann abstrakt als die Lehre bzw. Kunst der Inszenierung im Raum verstanden werden. Szenografen arbeiten interdisziplinär in Theater, Film und Ausstellungen. Das Berufsfeld Szenografie kann als Weiterentwicklung des klassischen Bühnenbilds verstanden werden. Zumeist werden anwendungs- und projektspezifisch Räume inszeniert. Diese Räume können sowohl real als auch virtuell erfahrbar sein. Performances und Installationen sind wesentliche Bestandteile szenografischer Arbeiten, die sich auch im Bereich der freien Kunst wiederfinden. Durch das Potenzial ihrer Ausdrucksfähigkeit ist Szenografie ein wesentlicher Teil der nonverbalen Vermittlung, die im Zusammenwirken mit anderen Vermittlungsformen im Museum nachhaltige Wirkung beim Publikum erzielt.